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Grundsteuer-Hebesatz

Grundsteuer-Hebesatz in Deutschland: Übersicht 2026

Der bundesweite Median der Grundsteuer B liegt bei 395%. Die Übersicht umfasst 10.748 Gemeinden und zeigt Bundesmodell, Ländermodelle und kommunale Hebesätze zum Stichtag 30.06.2025.

Der bundesweite Median der Grundsteuer B liegt bei 395%. Die Übersicht umfasst 10.748 Gemeinden und zeigt Bundesmodell, Ländermodelle und kommunale Hebesätze zum Stichtag 30.06.2025.

Destatis liefert die Realsteuerhebesätze; GrStG bezeichnet das Grundsteuergesetz.

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Kennzahlen Deutschland

Grundsteuer B Median (bundesweit)

395%

aus 10.748 Gemeinden · Stichtag 30.06.2025

Günstige Gemeinden (%)

212%

unterstes 10% (p10)

Teure Gemeinden (%)

555%

oberstes 10% (p90)

Spannweite (%)

ausstehend bis 1.350%

ausstehend = nicht erhoben / nicht gemeldet

Was ist der Hebesatz?

Grundsteuermessbetrag × Hebesatz = Grundsteuer

Der Hebesatz ist der kommunale Multiplikator der Grundsteuer. Nach § 25 GrStG setzt die Gemeinde den Hebesatz fest; das Finanzamt liefert den Messbetrag. Für Käufer von Grundstücken ist vor allem die Grundsteuer B relevant, weil sie bebaute und bebaubare Grundstücke betrifft.

Berechnung und Modelle anzeigen

Bundesmodell vs. Ländermodell

Im Bundesmodell entsteht der Messbetrag aus Grundsteuerwert und Steuermesszahl. Ländermodelle verändern die Bewertungslogik, der kommunale Hebesatz bleibt aber der sichtbare Multiplikator auf dem Bescheid.

Bundesmodell

Elf Länder nutzen das Bundesmodell oder eine Variante mit angepasster Steuermesszahl beziehungsweise differenziertem Hebesatzrecht. Maßgeblich sind § 25 GrStG, § 15 GrStG und § 220 ff. BewG.

Ländermodelle

Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen nutzen eigene Modelle. Diese Seiten nennen deshalb pro Bundesland die konkrete Modellphrase und Rechtsgrundlage.

Hebesatz nach Bundesland anzeigen

Stichtag-Trend

Vorjahr (%)

400%

Stichtag 30.06.2024

Aktuell 2025 (%)

395%

Stichtag 30.06.2025

Veränderung

5 Pp.

Prozentpunkte ggü. Vorjahr

Hinweis: Der Vergleich umfasst nur Gemeinden mit Wert in beiden Jahren. 2025 war Reform-Stichtag. Teile der Veränderung resultieren aus geänderter Bewertungslogik, nicht aus politischer Anpassung.

Reform, Kontext und Methodik anzeigen

Reform 2025: Was hat sich geändert?

Die Grundsteuerreform gilt seit 01.01.2025. Auslöser war das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10.04.2018 zu den veralteten Einheitswerten. Seitdem bestimmen neue Bewertungsmodelle den Messbetrag, während die Gemeinden weiterhin den Hebesatz setzen.

10.04.2018

BVerfG-Urteil

Einheitswerte verfassungswidrig (1 BvL 11/14 u.a.).

26.11.2019

Reformgesetz

Bundesmodell beschlossen, Länderöffnungsklausel verankert.

01.01.2025

Erstes Stichjahr

Neue Bewertung wirkt erstmals im Steuerbescheid.

Preis- und Risikokontext

Der Hebesatz erklärt die laufende Steuerlast. Für Kaufpreise und Grundstückswert ergänzt der Bodenrichtwert die Steuerperspektive, für Standortrisiken liefern Hochwasser- und Naturschutzauswertungen den Rahmen.

Häufige Fragen zum Grundsteuer-Hebesatz

Wer beschließt den Grundsteuer-Hebesatz?

Den Hebesatz beschließt die Gemeinde. Er wird auf den vom Finanzamt festgesetzten Grundsteuermessbetrag angewendet.

Was ist der Unterschied zwischen Grundsteuer A, B und C?

Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Grundsteuer B bebaute oder bebaubare Grundstücke. Grundsteuer C kann für baureife unbebaute Grundstücke erhoben werden.

Was hat sich durch die Grundsteuerreform 2025 geändert?

Seit 01.01.2025 ersetzt die Reform die alten Einheitswerte. Elf Länder nutzen das Bundesmodell, fünf Länder eigene Ländermodelle.

Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz in Deutschland?

Der bundesweite Median der Grundsteuer B liegt 2025 bei 395%. Die Quelle ist der Destatis-Datenstand 30.06.2025.

Wie berechne ich meine Grundsteuer?

Die Grundsteuer ergibt sich aus Grundsteuermessbetrag mal Hebesatz. Für Grundstücke ist meist die Grundsteuer B maßgeblich.

Was ist der Grundsteuermessbetrag?

Der Grundsteuermessbetrag ist der vom Finanzamt berechnete Zwischenwert. Die Gemeinde multipliziert ihn mit ihrem Hebesatz.

Welche Länder haben eigene Grundsteuer-Modelle?

Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen verwenden eigene Ländermodelle statt des reinen Bundesmodells.

Wo finde ich meinen Grundsteuer-Bescheid?

Der Bescheid kommt von der Gemeinde. Der Messbescheid oder Grundsteuerwertbescheid kommt in der Regel vom Finanzamt.

Kann ich gegen den Grundsteuer-Bescheid Einspruch einlegen?

Gegen Bescheide gelten Fristen und Zuständigkeiten. Prüfen Sie, ob sich Ihr Anliegen gegen den kommunalen Bescheid oder den Messbescheid richtet.

Wann zahle ich Grundsteuer?

Die Grundsteuer wird üblicherweise vierteljährlich fällig. Abweichende Zahlungstermine oder Jahreszahlungen stehen im kommunalen Bescheid.

Methodik und Rechtsgrundlage

Methodik und Quellen

Datenbasis sind die Realsteuerhebesätze des Statistischen Bundesamts (Destatis) zum Stichtag 30.06.2025. Die Auswertung nutzt die Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 (DL-DE/BY-2.0), aggregiert Gemeinde-Hebesätze zu Bundesland- und Bundeswerten und nennt § 25 GrStG, § 15 GrStG sowie § 220 ff. BewG als zentrale Rechtsgrundlagen.

Sichtbare Root-Kennzahlen
KennzahlWert
Grundsteuer B Median (%)395%
Grundsteuer A Median (%)345%
Grundsteuer C Median (%)818%

Deutschland

Hauptkennzahl

siehe Hauptkennzahl

Gemeinden

10.748

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Realsteuerhebesätze. Stichtag 30.06.2025.