Der amtliche Multiplikator für Grundvermögen wird modellbezogen erläutert: dem Bundesmodell.
Der amtliche Multiplikator für Grundvermögen wird modellbezogen erläutert: dem Bundesmodell.
Destatis liefert die Realsteuerhebesätze; GrStG bezeichnet das Grundsteuergesetz.
Grundsteuer B 2025 (%)
655%
ca. 203 € / Jahr für 500 m² Wohnen
Die Gemeinde zählt zu den teuersten; im Jahresvergleich bewegt sich der Hebesatz auffällig.
Im Landkreis
Hebesatz B höher als 99% der 138 Gemeinden im Vorpommern-Greifswald.
Im Bundesland
Höher als 99% der 724 Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern.
Bundesweit
Höher als 96% aller deutschen Gemeinden mit Hebesatz B.
Der Rechenweg macht sichtbar, wie der sehr hohe Hebesatz auf den Messbetrag der Grundsteuer B wirkt.
| Schritt | Wert / Einheit |
|---|---|
| Bodenwert-Beispiel | 500 m² × 200 €/m² |
| Grundsteuerwert | 100.000 € |
| Messbetrag | 31 € |
| Jahressteuer | 203 € |
Eingaben
Ergebnis
Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurde der Bodenwert mit dem Größenkoeffizienten 0,95 aus Anlage 36 berücksichtigt.
Grundsteuer B ist der zentrale Wohn- und Baugrundstückswert; die übrigen Sätze zeigen landwirtschaftliche, baureife und gewerbliche Steuerlogik.
| Art | Hebesatz |
|---|---|
| Grundsteuer A | 430% |
| Grundsteuer B | 655% |
| Grundsteuer C | nicht erhoben |
| Gewerbesteuer | 450% |
Dieser Abschnitt trennt Bewertungsmodell, Steuermesszahl, Messbetrag und kommunalen Hebesatz.
Das Reformmodell bestimmt, wie der Messbetrag entsteht; der Hebesatz bleibt der kommunale Faktor — hier nach dem Bundesmodell (§ 15 + § 25 GrStG, § 220 ff. BewG).
Rechtsgrundlage: § 25 GrStG sowie § 15 + § 25 GrStG; § 220 ff. BewG. Der Hebesatz B wird von der Gemeinde beschlossen; die Vorbewertung kommt aus Bundes- oder Landesrecht.
Die Vergleichsgemeinden zeigen, ob der Hebesatz B regional auffällt; Ergebnis: er liegt höher als die Nachbarn.
Anklam, Hansestadt
655%
Hebesatz B (%)
Median im Landkreis (%)
423%
138 Gemeinden
Bundesland-Median (Mecklenburg-Vorpommern)
Hebesatz B Median (%): 400%. Gemeinde liegt rund 255 pp darüber.
Bundesweite Einordnung
Anklam, Hansestadt hat einen höheren Hebesatz B als 96% aller deutschen Gemeinden.
Vorjahr 2024
490%
Aktuell 2025
655%
Hebesatz und Bodenrichtwert greifen ineinander: Der Hebesatz wird auf den Messbetrag angewandt, der wiederum auf einer Bewertung des Grundstücks beruht. Bei Bundesmodell-Ländern fließt der Bodenwert direkt in die Berechnung ein.
Liegen für Anklam, Hansestadt amtliche Bodenrichtwerte vor, ergänzen sie die Hebesatzrechnung mit einem konkreten Wert pro Quadratmeter. Fehlt die BORIS-Abdeckung, nutzen Sie ersatzweise den Bodenwert aus dem aktuellen Bescheid oder Kaufvertrag.
Die vier kommunalen Hebesätze treffen unterschiedliche Grundstücksarten. Wer Wohneigentum hält, zahlt nahezu immer nach Hebesatz B.
| Hebesatz | Trifft | Wert (%) |
|---|---|---|
| Grundsteuer A | Land- und forstwirtschaftliche Betriebe | 430% |
| Grundsteuer B | Wohn- und Baugrundstücke (Eigentümer-Standardfall) | 655% |
| Grundsteuer C | Baureife, unbebaute Grundstücke (kommunal optional) | nicht erhoben |
| Gewerbesteuer | Erträge gewerblicher Betriebe (separate Realsteuer) | 450% |
Der Hebesatz B ist der Prozentsatz, mit dem die Gemeinde den Grundsteuermessbetrag multipliziert.
Der Gemeinderat beschließt den Hebesatz; die Verwaltung wendet ihn im Grundsteuerbescheid an.
Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Flächen, Grundsteuer B bebaute und unbebaute Grundstücke; Grundsteuer C kann zusätzlich auf baureife unbebaute Grundstücke erhoben werden.
Die Reform 2025 ändert die Bewertung; der Hebesatz bleibt der kommunale Multiplikator.
Für eine eigene Schätzung benötigen Sie Messbetrag, Grundstücksdaten und den örtlichen Hebesatz B.
Der Grundsteuermessbetrag steht im Messbescheid des Finanzamts und wird mit dem Hebesatz multipliziert.
Ein niedriger Hebesatz bedeutet nicht automatisch eine niedrige Steuer, wenn der Messbetrag hoch ist.
Bei Änderungen sollten Eigentümer den neuen Bescheid und den kommunalen Hebesatzbeschluss prüfen.
Die amtliche Grundstücksabgabe wird in der Regel quartalsweise oder nach Gemeindeangabe gezahlt.
Ein Einspruch ist nach § 347 AO möglich; die Frist beträgt regelmäßig ein Monat nach Bekanntgabe (§ 355 AO). Prüfen Sie Datum und Rechtsbehelfsbelehrung.
Quelle ist Statistisches Bundesamt (Destatis), Realsteuerhebesätze, Datenstand 30.6.2025. Rechtsgrundlage für den Hebesatz ist § 25 Grundsteuergesetz (GrStG). Für Mecklenburg-Vorpommern gilt zusätzlich § 15 + § 25 GrStG, § 220 ff. BewG.
Der Hebesatz wird vom Gemeinderat jährlich in der Haushaltssatzung beschlossen und auf den vom Finanzamt festgesetzten Grundsteuermessbetrag angewandt. Die jährliche Grundsteuer ergibt sich aus Messbetrag × Hebesatz.
Die hier gezeigte Beispielrechnung (500 m² Wohnen, Bodenwert 200 €/m²) folgt dem Bundesmodell und dient als Vergleichsgröße. Der verbindliche Zahlbetrag steht ausschließlich im Grundsteuerbescheid des Finanzamts und der Gemeinde.
Der verbindliche Zahlbetrag steht im Bescheid. Fragen zu Zahlung, Fälligkeit und Bankverbindung laufen über die Gemeindekasse oder das Steueramt.
Zuständigkeit aufgeteilt: Das Finanzamt setzt den Grundsteuermessbetrag fest (Bescheid 1). Die Gemeinde Anklam, Hansestadt setzt den Hebesatz fest und stellt den Grundsteuerbescheid mit dem Zahlbetrag aus (Bescheid 2).
Was wo geklärt wird: Bewertungsfragen (Bodenwert, Grundstücksfläche, Gebäudeart) richten Sie an das Finanzamt. Zahlungs-, Stundungs- und Mahnfragen laufen über die Gemeindekasse Anklam, Hansestadt.
Die offizielle Kontaktadresse finden Sie auf der Gemeindewebsite oder im aktuellen Grundsteuerbescheid.
Gemeinde-Kennzahlen
Hauptkennzahl: siehe Hauptkennzahl
Landkreis: Vorpommern-Greifswald
Datenstand: 30.6.2025