Der amtliche Multiplikator für Grundvermögen wird modellbezogen erläutert: dem eigenen Ländermodell.
Der amtliche Multiplikator für Grundvermögen wird modellbezogen erläutert: dem eigenen Ländermodell.
Destatis liefert die Realsteuerhebesätze; GrStG bezeichnet das Grundsteuergesetz.
Grundsteuer B 2025 (%)
200%
ca. 62 € / Jahr für 500 m² Wohnen
Nach Rang und Verlauf liegt der Hebesatz unterhalb des Medianwerts; gegenüber dem Vorjahr hat er sich auffällig bewegt.
Im Landkreis
Hebesatz B niedriger als 67% der 60 Gemeinden im Emsland. Also vergleichsweise günstig.
Im Bundesland
Niedriger als 85% der 941 Gemeinden in Niedersachsen. Günstiger als der Bundesland-Schnitt.
Bundesweit
Gehört zu den günstigsten 9% aller deutschen Gemeinden mit Hebesatz B. Niedriger Satz, gut für Eigentümer.
Die Beispielwerte rechnen den Hebesatz in eine jährliche Grundsteuer B um. Die Berechnung ist deshalb als Bundesmodell-Vergleichswert einzuordnen.
| Schritt | Wert / Einheit |
|---|---|
| Bodenwert-Beispiel | 500 m² × 200 €/m² |
| Grundsteuerwert | 100.000 € |
| Messbetrag | 31 € |
| Jahressteuer | 62 € |
Rechner als Bundesmodell-Vergleichswert
Hinweis: Niedersächsisches Flächen-Lage-Modell weicht vom Bundesmodell ab. Die unten gezeigte Berechnung ist ein Bundesmodell-Vergleichswert und nicht die tatsächliche Steuer in Sustrum. Eine modellgenaue Berechnung folgt in Q3 2026.
Eingaben
Ergebnis
Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurde der Bodenwert mit dem Größenkoeffizienten 0,95 aus Anlage 36 berücksichtigt.
Grundsteuer B ist der zentrale Wohn- und Baugrundstückswert; die übrigen Sätze zeigen landwirtschaftliche, baureife und gewerbliche Steuerlogik.
| Art | Hebesatz |
|---|---|
| Grundsteuer A | 200% |
| Grundsteuer B | 200% |
| Grundsteuer C | nicht erhoben |
| Gewerbesteuer | 370% |
Dieser Abschnitt trennt Bewertungsmodell, Steuermesszahl, Messbetrag und kommunalen Hebesatz.
Die Rechtsgrundlage verbindet Bundesrecht, Landesrecht und den kommunalen Hebesatzbeschluss — konkret § 2 + § 5 NGrStG.
Rechtsgrundlage: § 25 GrStG sowie § 2 + § 5 NGrStG (Niedersächsisches Grundsteuergesetz; § 2 = Bemessung, § 5 = Hebesatzrecht). Der Hebesatz B wird von der Gemeinde beschlossen; die Vorbewertung kommt aus Bundes- oder Landesrecht.
Nahe Gemeinden sind für die Einordnung hilfreich: Der Hebesatz wirkt ähnlich wie bei den Nachbargemeinden und liegt insgesamt im günstigen Bereich.
Sustrum
200%
Hebesatz B (%)
Median im Landkreis (%)
234%
60 Gemeinden
Bundesland-Median (Niedersachsen)
Hebesatz B Median (%): 300%. Gemeinde liegt rund 100 pp darunter.
Bundesweite Einordnung
Sustrum gehört zu den günstigsten 9% aller deutschen Gemeinden beim Hebesatz B.
Vorjahresvergleich nicht direkt aussagekräftig: Niedersachsen hat zum 01.01.2025 auf das Niedersächsisches Flächen-Lage-Modell umgestellt. Der Hebesatz B wurde dabei rechnerisch auf eine neue Bemessungsbasis (Bodenwert statt Einheitswert) skaliert. Werte vor und nach der Reform sind nicht vergleichbar.
Aktueller Hebesatz B 2025: 200%.
Hebesatz und Bodenrichtwert greifen ineinander: Der Hebesatz wird auf den Messbetrag angewandt, der wiederum auf einer Bewertung des Grundstücks beruht. Bei Bundesmodell-Ländern fließt der Bodenwert direkt in die Berechnung ein.
Liegen für Sustrum amtliche Bodenrichtwerte vor, ergänzen sie die Hebesatzrechnung mit einem konkreten Wert pro Quadratmeter. Fehlt die BORIS-Abdeckung, nutzen Sie ersatzweise den Bodenwert aus dem aktuellen Bescheid oder Kaufvertrag.
Die vier kommunalen Hebesätze treffen unterschiedliche Grundstücksarten. Wer Wohneigentum hält, zahlt nahezu immer nach Hebesatz B.
| Hebesatz | Trifft | Wert (%) |
|---|---|---|
| Grundsteuer A | Land- und forstwirtschaftliche Betriebe | 200% |
| Grundsteuer B | Wohn- und Baugrundstücke (Eigentümer-Standardfall) | 200% |
| Grundsteuer C | Baureife, unbebaute Grundstücke (kommunal optional) | nicht erhoben |
| Gewerbesteuer | Erträge gewerblicher Betriebe (separate Realsteuer) | 370% |
Der Hebesatz B ist der Prozentsatz, mit dem die Gemeinde den Grundsteuermessbetrag multipliziert.
Der Gemeinderat beschließt den Hebesatz; die Verwaltung wendet ihn im Grundsteuerbescheid an.
Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Flächen, Grundsteuer B bebaute und unbebaute Grundstücke; Grundsteuer C kann zusätzlich auf baureife unbebaute Grundstücke erhoben werden.
Die Reform 2025 ändert die Bewertung; der Hebesatz bleibt der kommunale Multiplikator.
Für eine eigene Schätzung benötigen Sie Messbetrag, Grundstücksdaten und den örtlichen Hebesatz B.
Der Grundsteuermessbetrag steht im Messbescheid des Finanzamts und wird mit dem Hebesatz multipliziert.
Ein niedriger Hebesatz bedeutet nicht automatisch eine niedrige Steuer, wenn der Messbetrag hoch ist.
Bei Änderungen sollten Eigentümer den neuen Bescheid und den kommunalen Hebesatzbeschluss prüfen.
Die amtliche Grundstücksabgabe wird in der Regel quartalsweise oder nach Gemeindeangabe gezahlt.
Ein Einspruch ist nach § 347 AO möglich; die Frist beträgt regelmäßig ein Monat nach Bekanntgabe (§ 355 AO). Prüfen Sie Datum und Rechtsbehelfsbelehrung.
Quelle ist Statistisches Bundesamt (Destatis), Realsteuerhebesätze, Datenstand 30.6.2025. Rechtsgrundlage für den Hebesatz ist § 25 Grundsteuergesetz (GrStG). Für Niedersachsen gilt zusätzlich § 2 + § 5 NGrStG.
Der Hebesatz wird vom Gemeinderat jährlich in der Haushaltssatzung beschlossen und auf den vom Finanzamt festgesetzten Grundsteuermessbetrag angewandt. Die jährliche Grundsteuer ergibt sich aus Messbetrag × Hebesatz.
Die hier gezeigte Beispielrechnung (500 m² Wohnen, Bodenwert 200 €/m²) folgt dem Bundesmodell und dient als Vergleichsgröße. Der verbindliche Zahlbetrag steht ausschließlich im Grundsteuerbescheid des Finanzamts und der Gemeinde.
Der verbindliche Zahlbetrag steht im Bescheid. Fragen zu Zahlung, Fälligkeit und Bankverbindung laufen über die Gemeindekasse oder das Steueramt.
Zuständigkeit aufgeteilt: Das Finanzamt setzt den Grundsteuermessbetrag fest (Bescheid 1). Die Gemeinde Sustrum setzt den Hebesatz fest und stellt den Grundsteuerbescheid mit dem Zahlbetrag aus (Bescheid 2).
Was wo geklärt wird: Bewertungsfragen (Bodenwert, Grundstücksfläche, Gebäudeart) richten Sie an das Finanzamt. Zahlungs-, Stundungs- und Mahnfragen laufen über die Gemeindekasse Sustrum.
Die offizielle Kontaktadresse finden Sie auf der Gemeindewebsite oder im aktuellen Grundsteuerbescheid.
Gemeinde-Kennzahlen
Hauptkennzahl: siehe Hauptkennzahl
Landkreis: Emsland
Datenstand: 30.6.2025